Hautausschlag beim Zika-Virus: Symptome und Behandlung

Wer sich in bestimmten Ländern Mittel- und Südamerikas sowie Südostasiens aufhält, wird manchmal schon während des Aufenthalts oder kurz nach seiner Rückkehr krank. Treten dann verschiedene, überwiegend grippeartige Krankheitssymptome wie Gelenk-, Muskel- und Kopfschmerzen, Fieber und Bindehautentzündung auf, kann der Betroffene sich mit dem Zika Virus infiziert haben. Die Erkrankung wird auch als Zika Fieber bezeichnet. Sie ist gefürchtet, weil sie bei infizierten Neugeborenen eine Schädelfehlbildung, die sogenannte Mikrozephalie begründen kann. Im Bereich der Haut kommt es bei der Erkrankung zu einem Hautausschlag, der hier schwerpunktmäßig vorgestellt wird.

Bild: Die Zika Virus Infektion ist mit einem Hautausschlag verbunden wie er auch bei Masern auftritt.

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Was ist das Zika Virus?

Das Virus wird von der Stechmücke Aedes aegypti übertragen und gehört zur Familie der Flaviviren. Die Erkrankung ist unter anderem mit dem Dengue Fieber und dem Gelbfieber verwandt. Nicht alle mit dem Zika Virus Infizierten zeigen Krankheitssymptome.

In aller Regel sind die Krankheitsverläufe mit durchschnittlicher Dauer von einer Woche eher mild. Die Zeit von der Infektion bis zu den ersten Symptomen bewegt sich zwischen 2 und 12 Tagen.
Während die meisten Symptome nach einigen Tagen abgeklungen sind, bleibt der Hautausschlag meist eine Woche sichtbar.

Komplikationen können sich ergeben, wenn das Virus einer infizierten Schwangeren den Embryo erreicht und unter Umständen Fehlbildungen sowie Schäden am Gehirn des Ungeborenen auslöst.

Weiterhin wird ein vermehrtes Auftreten des sogenannten Guillain-Barré-Syndroms mit dem Zika Virus in Verbindung gebracht. Es handelt sich dabei um eine entzündliche Erkrankung des äußeren Nervensystems, die zu Schmerzen und teilweise auch bleibenden Funktionsausfällen in verschiedenen Körperregionen führen kann.

Was kennzeichnet den Ausschlag bei einer Zika Virus Infektion ?

Sichtbar wird ein breitflächiger Hautausschlag, wie er in ähnlicher Form unter anderem bei den Infektionskrankheiten Masern und Scharlach auftritt. Mediziner sprechen von einem makulopapulösen Ausschlag. Dahinter verbergen sich knotig-fleckige Ausschläge, die aus Knötchen (Papeln) und rötlichen Makeln oder Macula (farbigen Flecken) bestehen.

Der mit Zika verbundene Hautausschlag ist medizinisch gesehen ein sogenanntes Exanthem, weil er akut mit der Infektion “aufblüht”. Juckreiz kann hinzutreten.

Wie wird eine Zika Virus Infektion diagnostiziert?

Die Diagnose “Zika Infektion” kann sicher nur durch umfangreichere Blutuntersuchungen gestellt werden. Diese sind vor allem deshalb wichtig, um mögliche andere Tropenkrankheiten wie das Dengue Fieber in Verdachtsfällen auszuschließen. Dengue Fieber kann weitaus schwerere Verläufe nehmen als das Zika Fieber.

Die Untersuchung des Hautausschlags allein gibt keine Möglichkeit für eine gesicherte Diagnose über eine Infektion mit dem Zika Virus. Der Hautausschlag ist zu unspezifisch und auch bei anderen Infektionen in ähnlicher Form vertreten.

Wird der Ausschlag beim Zika Virus gesondert behandelt?

Tatsächlich ist die Infektion an sich nicht behandelbar, weil derzeit keine Arzneimittel gegen das Zika Virus zur Verfügung stehen.

Somit kann der Arzt bei einer Infektion nur die einzelnen Symptome behandeln. Gegen den Hautausschlag stehen dabei vor allem äußerlich anzuwendende Mittel zur Verfügung, die auch den Juckreiz stillen. Erkrankte sollten möglichst vermeiden, an dem Hautausschlag zu kratzen. Das könnte zu weiteren Folgeinfektionen mit anderen Erregern wie Bakterien führen.

Am Ende muss abgewartet werden, bis die Grunderkrankung abklingt und mit ihr als letztes Symptom in der zeitlichen Reihenfolge des Heilungsverlaufs auch der Hautausschlag vergeht.
Die Abheilung erfolgt regelmäßig, ohne Narben oder andere Spuren zu hinterlassen.

Mit konsequentem Mückenschutz dem Zika Fieber vorbeugen

Wer sich in den Ländern aufhält, in der die übertragende Mücke unterwegs ist, muss vor allem vorbeugend Schutzmaßnahmen gegen die Insekten ergreifen. Die Vorsorge gegen Mückenstiche ist dabei die beste Vorbeugung gegen eine Infektion mit dem Zika Virus und die damit verbundenen Symptome wie Hautausschlag.

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