Pityriasis alba – Symptome & Therapie

Eine hellrötlichen Verfärbung der Haut in Verbindung mit einer leicht schuppenden Oberfläche lässt sich insbesondere bei Kindern sehr häufig im Gesicht entdecken. Oft handelt es sich dabei um die ungefährliche Pityriasis alba, einen leichten Ausschlag, der oft erst bei gebräunter Haut auffällt.

Bild: Pityriasis Alba im Gesicht eines 10-Jährigen.

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Was genau ist eine Pityriasis alba?

Die Pityriasis alba ist eine unspezifische Reaktion der Haut, bei der die Ursache nicht bekannt ist. Bemerkbar macht sie sich durch hellrote Flecken mit dezenter Schuppung. Nach einer Weile bilden sich diese Flecken wieder zurück. Übrig bleiben Stellen, die durch eine schwach ausgebildete Pigmentierung leicht aufgehellt wirken.

Wie es zur Pityriasis alba kommt ist noch ungeklärt. Es konnte jedoch beobachtet werden, dass eine ohnehin schon trockene Haut bei ebenfalls trockener und zudem kalter Luft zu einer solchen Veränderung neigt. Eine Ansteckungsgefahr kann bei der Pityriasis alba immerhin ausgeschlossen werden. Auch Mikroorganismen spielen bei der Entstehung offenbar keine Rolle. In vielen Fällen hängt ihr Auftreten mit der atopischen Dermatitis, dem so genannten Kinderekzem, zusammen. Doch auch unabhängig davon kann die Pityriasis alba auftreten.

Generell tritt die Erkrankung relativ häufig auf. Besonders oft wird sie aber bei Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 16 Jahren entdeckt. Eher selten sind Erwachsene betroffen. Hier tritt die Veränderung der Haut nur in Ausnahmefällen auf.

Der Krankheitsverlauf einer Pityriasis alba

Die Pityriasis alba verläuft üblicherweise asymptomatisch, also zunächst ohne eindeutige Anzeichen. Lediglich ein schwach ausgeprägter Juckreiz kann hin und wieder auftreten. Der Ausschlag macht sich während des Anfangsstadiums in Form von hellroten Flecken auf der Haut bemerkbar. An der Oberfläche kann es dabei zu einer leichten Schuppung der Haut kommen. Bald darauf verschwindet der Ausschlag jedoch wieder. Darum fällt er vielen Betroffenen zunächst gar nicht erst auf oder wird schnell wieder vergessen. Wer den Weg zum Arzt auf sich nimmt, bei dem können meist nur die schuppenden Hautpartien mit Hypopigmentierung, also einer reduzierten Pigmentierung der Haut erkannt werden. Bei Menschen mit dunklerer Haut treten die Hypopigmentierungen etwas deutlicher zu Tage. Auf heller Haut wird der Ausschlag dagegen oftmals erst nach einem ausgiebigen Bad in der Sonne offensichtlich (bei Hyperpigmentierungen ist entsprechend das Gegenteil der Fall).

In seiner Ausprägung variiert das klinische Bild zum Teil deutlich. In vielen Fällen sind die Veränderungen der Haut noch nach Monaten sichtbar. Nicht selten lassen sich die Stellen mit verminderter Pigmentierung sogar noch nach über einem Jahr erkennen. Das gilt vor allem für Kinder, die den Ausschlag im Gesicht aufweisen. Außerdem ist es gut möglich, dass auch neue Ausschläge jederzeit auftreten.

Das Erscheinungsbild der Pityriasis alba

In ihrer Form sind die durch eine Pityriasis alba hervorgerufenen Flecken kaum eindeutig zu identifizieren. Mal weisen sie eine kreisrunde, mal eine ovale Form auf, können aber auch völlig unregelmäßig erscheinen. Auch in ihrer Farbgebung gibt es Unterschiede. So kann die Haut einen leicht rötlichen Ton annehmen oder rosafarben wirken. Auch hautfarbene Ausschläge wurden beobachtet. Die Oberfläche der Haut schuppt an den betroffenen Stellen nur leicht. In der Regel treten stets mehrere Flecken auf. Oft sind es etwa 4 bis 5 beieinander liegende. In ausgeprägteren Formen können es aber auch über 20 einzelne Flecken sein. Die Größe jedes einzelnen beträgt in etwa 0,5 bis 2 cm im Durchmesser. Deutlich größere Exemplare können im Bereich des Rumpfes auftreten. Im Gesicht tritt der Ausschlag vor allem bei Kindern auf. Hier finden sich die Flecken vornehmlich im Bereich um den Mund, am Kinn sowie an den Wangenpartien. Bei etwa einem Fünftel der betroffenen Kinder tritt der Ausschlag zusätzlich noch am Hals und an den Armen auf. Ein Auftreten ausschließlich an den Armen oder anderen Bereichen des Körpers, ohne das Gesicht zu befallen, kommt indes nur selten vor.

Die Behandlung von Pityriasis alba

Eine Pityriasis alba muss normalerweise nicht behandelt werden, da es sich um eine medizinisch unbedenkliche Reaktion der Haut handelt. Außerdem heilt der Ausschlag nach einiger Zeit von allein wieder ab. Sollte der Juckreiz unangenehm sein, kann man eine geeignete Creme auf die entsprechenden Areale der Haut auftragen. Dabei sollte es sich um eine so genannte hydrokortisonhaltige Creme mit einem Wirkstoffgehalt von 1 Prozent handeln, die auch ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist. Ansonsten genügt es, die Haut mit einer pflegenden Lotion zu behandeln, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und ihre Geschmeidigkeit aufrecht erhält.

Die Prognose

Eine Pityriasis alba heilt praktisch immer von allein wieder aus. Die allgemeine Prognose im Falle einer solchen Erkrankung der Haut ist somit sehr gut. Lediglich der ästhetische Aspekt kann für manche Patienten störend sein. Da die nach der Ausheilung zurückbleibenden helleren Hautstellen jedoch ebenfalls nach einiger Zeit verschwinden und die Haut wieder ihre natürliche Farbe zurückerhält, besteht kein Grund zur Beunruhigung.

Ersteinschätzung direkt vom Facharzt

Wer unsicher ist, ob es sich bei dem entdeckten Ausschlag um eine Pityriasis alba oder eine andere Hauterkrankung handelt, kann eine möglichst scharfe Nahaufnahme der betroffenen Stelle machen und über unsere Startseite direkt an einen Hautfacharzt schicken. Ob eine genauere Untersuchung beim Arzt vor Ort überhaupt notwendig ist und welche therapeutischen Maßnahmen Sie selbst vornehmen können, kann auf diesem Wege schnell und unkompliziert geklärt werden.