Ausschlag an der Vagina – das sollten Sie sofort tun!

Hauterkrankungen im Intimbereich sind besonders unangenehm. Es juckt, es brennt, es schmerzt. Die Haut rötet sich, wird rissig oder schwillt an. Es entstehen Ausschläge, Bläschen und Ausflüsse. Für eine erfolgreiche Behandlung ist es wichtig, den Ausschlag an der Vagina richtig zu diagnostizieren und dementsprechend schnell zu behandeln. Über unsere Startseite können Sie anonym Bilder Ihres Ausschlages an Hautfachärzte aus Heidelberg senden und erhalten so schnell eine professionelle Beratung.

Bild: Externes Genitale der Frau (Vagina) mit Blick auf die Harnröhrenmündung

Ursachen
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Ausschlag an der Vagina: Die möglichen Ursachen

 Die häufigste Ursache für den Ausschlag an der Vagina ist der Scheidenpilz. Fast jede Frau hat schon einmal darunter gelitten. Normalerweise haben im weiblichen Intimbereich Milchsäurebakterien die Oberhand. Aber manchmal gerät die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht. Dann vermehren sich die Hefepilze und lösen Hautbeschwerden aus. 

Außer dem Scheidenpilz gibt es noch andere Ursachen für den Ausschlag an der Vagina:

  • Genitalherpes: Herpes ist eine Viruserkrankung. Im Intimbereich wird sie fast immer durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner übertragen
  • Ekzeme: Genitalekzeme zählen zu den nicht ansteckenden Hautkrankheiten. Sie bedürfen einer dauerhaften Behandlung. Genitalekzeme entstehen anlagebedingt. Manchmal treten Sie auch in den Wechseljahren oder als allergische Reaktion auf
  • Lichen sclerosus: Dieser Ausschlag an der Vagina wird manchmal mit Pilzinfektionen verwechselt. Über die Ursachen der gutartigen Hauterkrankungen wird noch diskutiert. Infektionen oder Allergien spielen bei der Entstehung keine Rolle – möglicherweise handelt es sich um eine Autoimmunreaktion

Ausschlag an der Vagina durch Scheidenpilz: Die Symptome

Der Scheidenpilz besiedelt außer der Scheide meistens auch die äußeren Genitalien, also die Vulva. Diese Symptome sind für ihn typisch:

  • Brennen und andauernder Juckreiz
  • weißlicher Ausfluss von cremiger bis bröckeliger Zusammensetzung
  • gerötete, eventuell rissige Haut im Scheidenbereich
  • Ausschlag oder Bläschen
  • unangenehmer Geruch
  • Schmerzen beim Intimverkehr

Achtung: Oft ist ein Scheidenpilz von außen nicht sichtbar. Treten Beschwerden wie anhaltender Juckreiz und unangenehmer Ausfluss auf, sollte so schnell wie möglich ein Gynäkologe aufgesucht werden. 

Ausschlag an der Vagina durch Genitalherpes: Die Symptome

Herpes genitalis ist eine ansteckende Krankheit. Er kann auch gänzlich symptomfrei verlaufen. Die Herpesviren bleiben im Körper. Sie können unter belastenden Umständen reaktiviert werden. Genitalherpes erkennt man an

  • starkem Juckreiz im Genitalbereich
  • Brennen
  • Kribbeln
  • Schmerzen
  • Bildung von wassergefüllten Bläschen

Die Bläschen trocknen zu Krusten ein. Diese Krusten heilen schließlich ab. 

Achtung: Auch Wochen nach der Heilung ist Genitalherpes noch ansteckend. 

Ausschlag an der Vagina durch Ekzeme: Die Symptome

Genitalekzeme treten meistens akut auf und klingen nach einigen Stunden bis Tagen wieder ab. Ihre Symptome sind

  • plötzliche Rötung
  • Schuppung
  • Bildung flüssigkeitsgefüllter Bläschen
  • starker Juckreiz

Ausschlag an der Vagina durch Lichen sclerosus: Die Symptome

Lichen sclerosus ist die häufigste entzündliche Hauterkrankung der Vulva. Sie ist zu erkennen an

  • braunrotem Ekzem im Frühstadium
  • weißlich glänzenden Hautarealen
  • quälendem längerfristigen Juckreiz
  • Brennen
  • im Spätstadium Knötchen, unregelmäßigen Hautveränderungen, weißen, flechtenartigen erhabenen Flecken

Die Therapiemöglichkeiten

Hauterkrankungen im Genitalbereich kommen bei Frauen häufiger vor. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Gegen fast jeden Ausschlag an der Vagina gibt es ein Heilmittel. Der Erfolg stellt sich um so schneller und nachhaltiger ein, desto rechtzeitiger die Patientin ihren Arzt aufsucht.

Therapie bei Scheidenpilz

Die Behandlungsform des Scheidenpilzes hängt von der Häufigkeit des Auftretens und dem Schweregrad ab. In der Regel reicht ein Antipilzmittel (Antimyotika) in Creme-/Zäpfchenform aus, wenn sich dieser Ausschlag an der Vagina zum ersten Mal zeigt und ohne schwere Komplikationen verläuft. Das Medikament besteht üblicherweise aus einer Creme und Zäpfchen. Das Zäpfchen wird mithilfe eines Applikators möglichst tief in die Scheide eingeführt, um dort seine Wirkung zu entfalten. Beste Behandlungszeit ist vor dem Schlafengehen. Die Creme dient der Behandlung der äußeren Genitalien (Vulva). Bei chronischen oder hartnäckigen Pilzerkrankungen verabreicht der Arzt Antipilzmittel in Tablettenform. Diese verteilen ihren Wirkstoff über die Blutbahn im ganzen Körper. Eine systemische Tablettenbehandlung ist das Mittel der Wahl bei chronischem Scheidenpilz. 

Achtung: Antipilzmittel müssen genau so dosiert und so lange wie mit dem Arzt besprochen angewendet werden – sonst droht die Infektion wiederzukommen und zu chronifizieren.

Therapie bei Genitalherpes

Genitalherpes-Viren siedeln sich lebenslang im Körper an. Und manchmal übernehmen sie die Oberhand. Das kann passieren, wenn das Immunsystem geschwächt ist, wenn starker Stress herrscht oder die Haut zu intensiv der Sonne ausgesetzt wurde. Therapiert wird dieser Ausschlag an der Vagina durch die Wirkstoffe Aciclovir, Famciclovir und Valaciclovir – sie verhindern, dass sich die Herpesviren weiter ausbreiten. Je früher die Medikamente eingesetzt werden (innerhalb der ersten drei Tage), desto schneller grenzen sie die Herpeserkrankung ein. Kehrt der Genitalherpes wieder, sollte die Behandlung innerhalb der ersten 24 Stunden beginnen. Unterstützende Maßnahmen: Eine gute Händehygiene und das Durchwaschen von Handtüchern, Nachtzeug und Unterwäsche bei 60 Grad. Es ist ratsam, während der Herpesinfektion auf Geschlechtsverkehr zu verzichten und auch in den Wochen nach Abklingen der Hautkrankheit Kondome zu benutzen (Ansteckungsgefahr). 

Therapie bei Genitalekzem 

Gegen diese Art von Ausschlag an der Vagina hilft das entzündungshemmende Kortison. Es wird meist in Salbenform verschrieben und in der Regel zweimal täglich auf den betroffenen Intimbereich gebracht. Die Behandlungsdauer hängt von der Schwere des Genitalekzems ab. Unterstützend kann als Hausmittel ein Sitzbad mit Kamille oder kamillenteegetränkten Kompressen angewendet werden. Kamille wirkt entzündungshemmend und juckreizlindernd. Wichtig bei diesem Ausschlag an der Vagina sind vorbeugende Maßnahmen. Dazu zählt die Vermeidung synthetischer, feuchtigkeitsstauender Bekleidung und zu eng anliegender, scheuernder Unterwäsche. Laugenhaltige Substanzen wie Lotionen und Seifen sind aus der Intimpflege zu verbannen. Auch Tampons und Binden/Einlagen können ein Genitalekzem auslösen.

Achtung: Kortison nicht länger als zwei Wochen anwenden. Die Haut verändert sich unter diesem Arzneistoff – sie dünnt aus und neigt zu Einblutungen. 

Therapie bei Lichen sclerosus 

Die Ursachen dieser genitalen Hauterkrankung sind zwar noch nicht geklärt – dennoch reagiert der Ausschlag an der Vaginagut auf Medikamente. Zum Einsatz kommen kortisonhaltige Salben direkt auf den betroffenen Stellen. Erweisen sich die Hautveränderungen als hartnäckig, hilft möglicherweise eine Salbe, die gleichzeitig das Immunsystem unterdrückt. Für eine bessere und gezieltere Wirkweise spritzen Mediziner das Medikament direkt in die Haut. Sollte es bereits zu starken, nicht rückgängig zu machenden Veränderungen der Haut gekommen sein, kommt eventuell ein operativer Eingriff in Frage. 

Ausschlag an der Vagina: Aufs richtige Verhalten kommt es an

Zusammenfassend gilt für alle Hauterkrankungen im Genitalbereich: Ein schneller Gang zum Arzt verkürzt den Heilungsprozess. Natürlich gibt es täglich ganz viele wichtige Termine; aber Gesundheitstermine haben Vorrang! Auch die Ernährung trägt zur Stabilisierung der Hautgesundheit bei. Tabu ist eine fett- und zuckerlastige Lebensweise. Auch Farb- und Konservierungsmittel sowie Gluten können Entzündungen und Ausschläge der Haut begünstigen. Bei einem Ausschlag an der Vagina sollte auch dem Allergologen ein Besuch abgestattet werden – denn viele Hautprobleme entstehen durch Überreaktionen des Körpers auf Waschmittel oder Inhaltsstoffe der Kleidung. Apropos Kleidung: Synthetik und alle nicht atmungsaktiven Stoffe sollten vom Genitalbereich ferngehalten werden. Das gleiche gilt für zu enge, reibende oder einschnürende Unterwäsche.

Online-Beratung durch einen Facharzt für Geschlechtskrankheiten

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