Hautausschlag? Fragen Sie einen Online Hautarzt!

Hautausschlag existiert am menschlichen Körper in den unterschiedlichsten Varianten. Oft ist er langfristig gesehen harmlos und nur ein wenig störend, gelegentlich stecken jedoch ernsthafte Erkrankungen der Haut und damit des größten Organs des Menschen dahinter. Viele Ausschläge lassen sich auch aus der Ferne vom Online Hautarzt diagnostizieren, sodass Ihnen der Weg in die Praxis erspart bleibt – und wie das funktioniert, erklärt der folgende Artikel.

↓ Ursachen
↓ Therapiemöglichkeiten
↓ Selbstbehandlung
↓ Diagnosestellung
↓ Ferndiagnostik

Der Hautausschlag – und warum er so nicht existiert

Mediziner sprechen nie von “dem einen Hautausschlag”. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Varianten von kleinen bis großen roten Flecken, Bläschen, Pusteln, mit trockener Haut oder ohne und mit begleitendem Juckreiz oder auch nicht. Der fachärztliche Ausdruck dafür ist Exanthem, was griechisch ist und auf ein Aufblühen hindeutet – in diesem Fall ein Aufblühen der erkrankten Haut. Häufig verlaufen Ausschläge harmlos und stören nur durch Juckreiz, oft hervorgerufen durch eine sehr trockene Haut im betroffenen Bereich. Gerade bei Kindern kann es jedoch ein Hinweis auf ernsthafte Erkrankungen wie Masern oder Röteln sein.

Typische Merkmale eines Hautausschlags fallen normalerweise in eine dieser Kategorien:

  • Die betroffene Körperpartie entwickelt einen mehr oder weniger starken Juckreiz. Bei ungefährlichem Hautausschlag lässt sich hier mit einer Salbe schon Abhilfe schaffen.
  • Eventuell gehen mit dem Ausschlag auch Schmerzen einher, die lokal im Bereich des Ausschlags auftreten oder auch auf anliegende Körperbereiche ausstrahlen können.
  • Kommt es zu Fieber, das gleichzeitig mit Entwicklung des Ausschlags auftritt, ist Vorsicht geboten. Hier sollte eine einfache Salbe nicht mehr in Erwägung gezogen werden, der Gang zum Arzt ist unerlässlich.
  • Trockene Haut tritt fast immer auf, wenn es zu einem Hautausschlag kommt. Salben, die Feuchtigkeit spenden und gleichzeitig für den exakten Typ des Ausschlags ungefährlich sind, sind hier die erste Wahl.

Mindestens eines dieser Symptome werden Sie garantiert feststellen, wenn Sie unter einem Hautausschlag leiden.

Auftreten und Merkmale eines Hautausschlags

Abhängig von der Art der Erkrankung kann ein Exanthem sowohl einzelne Regionen betreffen – wie Arme, Beine, Brust oder Gesicht – als auch den gesamten Körper bedecken. Weiterhin scheinen einige Ausschläge für die Betroffenen zu wandern: Sie entstehen etwa in der Nähe des Handgelenks und arbeiten sich dann über den Ellenbogen bis zur Schulter hervor. Eine eventuelle Gefährlichkeit lässt sich daraus nicht ableiten. Es gibt sowohl Ausschläge, die den gesamten Körper bedecken aber weitgehend ungefährlich sind (etwa Röteln als Virusinfektion bei Erwachsenen), als auch kleine lokale Gruppen aus Bläschen, die jedoch Folgen hinterlassen können.

Der Volksmund spricht von einem Hautausschlag meist nur, wenn rote Flecken zu sehen sind. Dies ist fachlich jedoch nicht korrekt, da auch Pusteln und Bläschen ein Ausschlag sein können. Damit einher geht bei jedem Exanthem jedoch die erwähnte trockene Haut. Sie ist ein verlässliches Zeichen dafür, dass es sich um eines der zahlreichen Merkmale für einen Hautausschlag handeln. Diese recht verlässliche Methode macht es auch einfach, Diagnosen aus der Ferne treffsicher zu erstellen. Einfache Fotos reichen Ärzten heute schon aus, um festzustellen, welchen Hautausschlag Sie mit sich tragen.

Hautausschlag: die Ursachen sind vielfältig

In der Regel handelt es sich um Infektionen, die jedem Exanthem vorangehen. Jene Infektionen könnten Sie sich unter anderem durch Bakterien und Viren sowie Pilze oder auch Parasiten zufügen. Typische Ursachen sind etwa Akne, Herpes, Hautpilze, Läuse, Gürtelrosen und seltener Erkrankungen wie Typhus, Fleckfieber oder auch Syphilis. Vor allem im Kindesalter kommen dazu Masern, Röteln, Scharlach, Windpocken oder das sogenannte Dreitagefieber.

Häufiger als gesunde Menschen sind auch HIV-infizierte Personen betroffen. Da der HI-Virus das Immunsystem schwächt, haben es Angreifer wie Bakterien und Viren einfacher, sich auf dem Menschen auszubreiten bzw. in den Körper einzudringen. HIV-Patienten sind daher ein bevorzugtes Ziel auch für Hautausschläge. Typische Infektionen, die der HI-Virus besonders begünstigt, sind die Gürtelrose und Soor.

Gleichzeitig gilt, dass es viele Varianten von Ausschlägen gibt, die nicht im Voraus auf eine Infektion zurückzuführen sind. Sehr verbreitet sind etwa Allergien: Kontaktekzeme entstehen dann, wenn Allergiker mit Stoffen in Verbindung kommen, auf die sie allergisch reagieren. Dies trifft auch auf Nahrungsmittel oder sogar Arzneimittel zu, die vom Arzt verschrieben wurden. Weitere typische Ursachen sind Nesselsucht, Schuppenflechten auf der Haut und/oder Kopfhaut, Neurodermitis vor allem bei Kindern in Form von Milchschorf und weitere Krankheiten.

Da es die Ursache eines Hautausschlags ermöglicht, eine sehr viel genauere Diagnose der Krankheit durchzuführen, sollten Sie vor einem Gespräch mit einem Arzt genau notieren, wann Sie den Ausschlag das erste Mal bemerkt haben und welche Aktivitäten Sie in den Stunden oder Tagen zuvor durchgeführt haben. Was haben Sie gegessen? Wo waren Sie? Sind Sie mit Dingen und Materialien in Berührung gekommen, die für Sie ungewöhnlich sind? Je genauer Sie diese Fragen beantworten können, desto einfacher fällt die Diagnose via Teledermatologie.

Therapiemöglichkeiten bei Hautausschlag

Wie Hautausschlag genau zu behandeln ist, bestimmt die Art des Ausschlags. Damit spielt die Diagnose über Teledermatologie eine wichtige Rolle bei der anschließenden Bekämpfung des Exanthems. Beispielsweise ist es sehr einfach, Ausschläge zu behandeln, die auf einer Allergie basieren. Leiden Sie etwa an einer Nickelallergie, halten Sie sich von Armbanduhren oder Hosen- und Hemdknöpfen fern, in denen Nickel steckt. Bestimmte Kinderkrankheiten wie etwa Masern werden ebenfalls nicht akut behandelt, sondern nur symptomatisch. Die empfohlenen Medikamente lindern somit nur die typischen Symptome der Masern. Der Ausschlag wird auf natürliche Weise verschwinden, sobald das Kind die Krankheit überstanden hat.

Anders sieht es aus, wenn ernsthafte Hauterkrankungen wie eine Schuppenflechte vorliegen. Dann stehen Ärzten verschiedene Behandlungsmethoden zur Auswahl bereit:

  • Wirkstoffe wie Salizylsäure können einen Hautausschlag eindämmen bzw. entfernen. Jene Säure wird lokal aufgetragen und begünstigt eine Abschuppung der Haut, sodass die Durchblutung der betroffenen Hautpartie erleichtert wird. Nach kurzer Zeit erfolgt dann der Rückgang des Ausschlags.
  • Einige Krankheiten entstehen durch ein übereifriges Immunsystem, welches das Wachstum des Hautausschlags begünstigt. Durch Verabreichung bestimmter Medikamente wie Methotrexat wird Ihr Immunsystem geschwächt, was in diesem Fall eine positive Entwicklung ist.
  • Akute Entzündungen auf der Haut werden vermieden, indem eine Laserbehandlung zum Einsatz kommt. Ebenso wie bei den anderen Therapiemethoden erfolgt jedoch auch hier keine vollständige Heilung des Patienten.
  • Denn: Schuppenflechten, wie wir sie in unserem Beispiel erwähnt haben, lassen sich derzeit nicht heilen, sondern nur symptomatisch behandeln. Damit teilt diese Hauterkrankung dasselbe Schicksal wie etwa die Neurodermitis.

Selbstbehandlung und warum sie oft nicht ratsam ist

Bei einem “kleinen Hautausschlag” greifen Betroffene oft zu Hausmittelchen oder frei verfügbaren Salben aus der Apotheke. Ratsam ist dies ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt jedoch selten. Salben und Cremes sind jeweils für unterschiedliche Hautausschläge geeignet, die Sie als Laie jedoch selten richtig zuordnen werden. Bei der Anwendung falscher Mittel oder bei der Nutzung des richtigen Mittels in der falschen Dosierung könnten Sie den Ausschlag unter Umständen noch verschlimmern. Zusätzliche Reizungen und damit einhergehend eine Verschlimmerung der Symptome sind die Folge.

Vollständige Sicherheit und damit einen langfristigen Therapieerfolg genießen Sie daher nur, wenn Sie vorher einen Arzt konsultieren – ob lokal oder via Teledermatologie. Bei den meisten Entzündungen kommen etwa Glukokortikoide zum Einsatz, die Sie umgangssprachlich wahrscheinlich unter der Bezeichnung Kortison kennen. Zwei Optionen stehen zur Auswahl:

  • Eine lokale Behandlung erfolgt direkt dort, wo der Arzt den Hautausschlag feststellt. Falls diese Methode für Ihr Exanthem geeignet ist, werden sie Ärzte immer gegenüber der zweiten Variante vorziehen.
  • Eine systematische Behandlung durch die orale Einnahme von Kortison ist ebenfalls denkbar. Diese Option ist für Patienten jedoch immer mit den typischen, eventuellen Nebenwirkungen von Kortison verbunden, wozu etwa eine Gewichtszunahme, Muskelschmerzen, trockene Haut oder bei langfristiger Einnahme Beschwerden mit den Gelenken und Knochen zählen können.

Welche Variante bei Ihnen zum Erfolg führt, wird ein Arzt entscheiden.

Die Diagnose bei Hautausschlag

Bei jeder Form von Diagnose – ob vor Ort oder via Internet bzw. Telefon – wird der Ablauf in etwa identisch sein. In einem ersten Gespräch wird geklärt, ob neben dem Exanthem weitere Symptome zu verzeichnen sind. Dazu zählen Beschwerden wie Juckreiz, Husten, Schnupfen, Übelkeit und mehr. Auch werden hier Vorerkrankungen und Allergien erläutert. Da einige Medikamente allergische Reaktionen und damit auch Hautausschlag begünstigen können, werden Sie auch zu Ihrer Vorgeschichte in Bezug auf die Medikamenteneinnahme befragt. Einige Ausschläge sind auch von Mensch zu Mensch übertragbar – etwa Windpocken bei Kindern. Auch dazu wird Sie der Arzt befragen.

Abhängig von Ihren Antworten werden sich eventuell neue Fragen ergeben. Ebenso wichtig ist jedoch die optische Diagnose. Ein Arzt vor Ort würde sich den Ausschlag an den betroffenen Stellen genau anschauen und wahrscheinlich weitere Hilfsmittel verwenden, um eine exakte Diagnose zu erstellen und Fehlerquellen auszuschließen. Bei der Teledermatologie werden Fotos und Webcam-Aufnahmen diesen Teil ersetzen. Viele Erkrankungen lassen sich für erfahrene Ärzte bereits mit einem Blick erkennen, sodass die Ferndiagnostik in der Regel komplett ausreicht, um eine Diagnose zu erstellen und daraus Therapiemöglichkeiten abzuleiten.

Gerade bei Kindern sollten Sie die Diagnose und damit einhergehende Therapie auf keinen Fall aufschieben. Ernsthafte Erkrankungen wie Neurodermitis kommen bei Kindern in erhöhter Häufigkeit vor. Nur eine rechtzeitige Behandlung führt dazu, dass Patienten – egal ob jung oder alt – nicht übermäßig unter Ihrem Hautausschlag leiden.

Ferndiagnostik bei Hautausschlag

Da die Methoden für die Erkennung von Hautausschlag inzwischen weit fortgeschritten sind und Mediziner auch ohne physische Anwesenheit von Patienten treffsichere Diagnosen durchführen können, ist der Online Hautarzt Dienst inzwischen ein beliebter Ansatz. Sie erspart den Weg zum Arzt und damit verbundenen zeitlichen Stress, den Aufenthalt im Wartezimmer und weitere Unannehmlichkeiten. Hochauflösende Kameras, die in vielen Haushalten in Form von Smartphones zu finden sind, ermöglichen auch die Übermittlung exakter Bilder an einen behandelnden Arzt.

Der “echte” Gang zum Arzt führt daher oft zu keinem besseren Erfolg als der Besuch via eingesandter Fotos und Information. Falls Sie die Möglichkeiten haben, Ihren Hautausschlag via Teledermatologie diagnostizieren zu lassen, sollten Sie dies auch zumindest einmal ausprobieren. Schaden kann es nicht – und eine zweite Meinung können Sie sich, falls gewünscht, im Nachhinein noch immer holen. So wissen Sie in jedem Fall genau, wie Sie Ihren Hautausschlag innerhalb der nächsten Zeit effektiv bekämpfen und hoffentlich beseitigen können.

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