Hautausschlag – Online-Diagnose & Behandlung

Ein Hautausschlag kann in vielfältiger Form an den unterschiedlichsten Körperstellen auftreten und hat zahlreiche Ursachen. Er äußert sich zum Beispiel in roten Pusteln und Flecken, Bläschen, Knötchen oder Schuppen. Dieser Ratgeber informiert ausführlich über mögliche Auslöser wie Allergien, Hauterkrankungen, Infektionen oder Medikamente. Außerdem können Sie über unsere Startseite Fotos & Informationen zu Ihrem Ausschlag an einen Hautarzt senden. Der Hautarzt schickt Ihnen seine online-Diagnose zu Ihrem individuellen Ausschlag und eine Handlungsempfehlung, was Sie dagegen unternehmen sollten. 

Bild: Hautausschlag hat viele Gesichter – hier ein relativ häufiges: Nesselsucht (Quaddeln).

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Was passiert bei Hautausschlag?

Auf die Haut ist Verlass. Sie “spricht” nicht nur bei körperlichen Beschwerden, sondern auch bei inneren, seelischen Vorgängen eine deutliche Sprache. Bei Aufregung oder Scham errötet der Mensch, in Schrecksekunden erbleicht er, bei Angst richten sich die Haare auf und er bekommt eine Gänsehaut. Bei Unreinlichkeit oder Stress entwickeln sich Pickel, bei Erkrankungen durch Viren, Bakterien oder Pilzen verändert sich die Oberfläche. Es kommt zu Rötungen, Entzündungen, Schuppenbildung, Juckreiz und anderen Symptomen. Die Haut ist nicht nur das größte Körperorgan, sondern auch Schutzmantel und Signalisator, wenn etwas mit der Gesundheit nicht stimmt.

Auf Grund ihrer Fläche von etwa zwei Quadratmetern und ihrer Eigenschaft als Körperhülle ist die Haut zudem eine Botschafterin und Helferin des menschlichen Immunsystems. Sie schützt den Organismus vor Sonneneinstrahlung und Krankheitserregern, vor Überhitzung, Austrockung und übermäßigem Wärmeverlust. Mit ihren rund zwei Milliarden Zellen ist sie nicht nur äußeren Einflüssen extrem ausgesetzt, sondern zeigt auch eindeutige Reaktionen auf negative Aktivitäten innerhalb des Körpers, die häufig zu unangenehmen Veränderungen führen.

Diese Veränderungen erzeugen meist in irgendeiner Form einen Hautausschlag, der kleinere oder größere Partien bedecken kann. Mediziner nennen die Hautveränderung in der Fachsprache Effloreszenz. Der Hautausschlag selbst wird als Exanthem bezeichnet. Er kann sich als weiße, rötliche oder bräunliche Flecken äußern, als eitrige Pusteln oder Knötchen. Exantheme bilden Girlanden, Stippen, Kreise oder Quaddeln. Letztere sind helle bis rosafarbene, kleine weiche Schwellungen, die etwa bei der Nesselsucht auftreten. Bei manchen Erkrankungen zeigen sich Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Formen von Hautausschlag und mögliche Beschwerden

Form und Erscheinungsbild eines Ausschlags sind häufig sehr typisch für eine Erkrankung und deuten schon beim ersten Hinsehen auf eine bestimmte Ursache hin. Es ist aber trotzdem wichtig, zu welchem Zeitpunkt und an welchen Stellen Veränderungen der Haut auftreten, welche Entwicklung sie nehmen und ob eventuell weitere Beschwerden hinzukommen.

Hautausschlag zeigt sich naturgemäß an der Oberfläche und ist geprägt durch eine unterschiedlich starke Ausbreitung. Manchmal bilden sich netzförmige Strukturen oder solche, die wie Landkarten aussehen. Sämtliche Hautpartien können betroffen sein, wobei die Exantheme bei vielen Krankheiten an besonders typischen Stellen auftauchen. Das können die Hände, Füße, Finger und Zehen sein, die Ellenbogen und Armbeugen (etwa bei Neurodermitis) sowie die Innenseiten der Unterarme, die Beine und Knie. Andere Erkrankungen äußern sich durch Hautausschlag im Gesicht, auf der Brust und dem Rücken, in der Leisten- und Genitalregion oder am Gesäß. Je nach Entwicklungsstadium können aus anfänglichen Rötungen und Bläschen bald Krusten, Schuppen, Risse und Wunden entstehen.

Die häufigste Begleiterscheinung bei Hautausschlag ist ein mehr oder weniger starker Juckreiz, oft mit fatalen Folgen. Denn die meisten Menschen – vor allem Kinder – reagieren dann mit Kratzen, was die Exantheme weiter belastet und zu noch heftigeren Entzündungen führt. Die betroffenen Hautpartien können außerdem brennen, schmerzen und stark erwärmt sein. Bilden sich Ausschläge auf den Schleimhäuten in Mund, Nase und Rachen, spricht man von Enanthemen.

Bei manchen Erkrankungen treten weitere Symptome wie Fieber, Schwitzen und Übelkeit auf. Oder es kommt zu allgemeinen und Lymphknotenschwellungen, Husten und Atembeschwerden. So deuten akut auftretende rötliche Flecken bei gleichzeitigem Fieber bei Kindern auf typische Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Windpocken hin. Eine besonders trockene Haut oder schubweise entzündete Hautpartien mit starkem Juckreiz sind meist ein Anzeichen von Neurodermitis.

Wundrosen wiederum bringen Symptome wie gerötete Haut mit Schwellungen an den Beinen mit sich. Hautausschlag auf Grund von Medikamentennebenwirkungen und anderen Ursachen wird zum Beispiel an verdickten roten und juckenden Flecken deutlich. Diese erstrecken sich oft über die Brust und den Rücken oder an den Innenseiten der Beine und Arme.

Dies sind nur einige Beispiele für die vielfältigen Ursachen und Formen von Hautausschlag. Mehr Details dazu folgen weiter unten.

Wann sollte man bei Hautausschlag zum Arzt gehen?

Nicht jeder Hautausschlag ist das Ergebnis einer Erkrankung oder Infektion. Auch ein neuer, kratzender Pullover oder eine kosmetische Creme kann die Haut reizen. Hier hilft ein Verzicht auf das Produkt oder ein Wechsel des Kleidungsstücks. Liegt ein Insektenstich vor, reicht eine Kühlung oder eine Salbe in der Regel aus. Der Juckreiz und die Rötung um die Einstichstelle verschwinden nach einiger Zeit wieder ganz von selbst.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn nach einem Insektenstich eine starke allergische Reaktion auftritt. Bei manchen Menschen kann es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen, in denen nur der sofort benachrichtigte Rettungsdienst helfen kann. Bei schwächeren Reaktionen sollte zumindest zeitnah ein Arzt konsultiert werden. Es besteht aber auch die noch bequemere Möglichkeit, ein Foto der betroffenen Hautpartie sowie Infos über die Symptome an https://online-hautarzt.net/ zu senden, um es online überprüfen zu lassen. Eine erfahrene Dermatologin wie Dr. Wiebke Sondermann aus Essen kann eventuell bereits Hinweise zur Art des Hautausschlags geben.

Ein Arztbesuch oder eine Online-Konsultation wird von Fachleuten empfohlen:

– wenn der Urspung einer Hautveränderung unbekannt ist
– bei einem plötzlich und heftig auftretenden Hautausschlag
– bei starkem Juckreiz, Schwellungen und Schmerzen an der entsprechenden Stelle
– bei zusätzlichen Symptomen wie Fieber, Atemnot, Zittern etc.
– bei einer allmählichen, aber deutlichen Ausbreitung des Ausschlags über längere Zeit
– wenn die Hautveränderungen sich schubweise zeigen (mit Phasen ohne Beschwerden dazwischen)
– wenn der Ausschlag selbst sich verändert und Pusteln, Knoten, Bläschen oder Schuppen bildet
– wenn an den roten Flecken Blutungen auftreten
– wenn Säuglinge und Kinder betroffen sind

Wenn Sie einen Arzt aufsuchen möchten, steht als erster Ansprechpartner der Hausarzt zur Verfügung. Er kann den Patienten entweder selbst behandeln oder bei bestimmten Verdachtsmomenten an einen Hautarzt oder sonstigen Spezialisten überweisen. Kinder mit einem Hautausschlag sollten zunächst einem Kinderarzt vorgestellt werden.

Welche Auslöser verursachen Hautausschlag?

Exantheme beruhen meistens auf Infektionskrankheiten oder sind Ausdruck von Abwehrreaktionen gegen innere Vorgänge, die sich auf der Haut bemerkbar machen. Sie können aber auch die Haut direkt betreffen. Die gängigsten Auslöser sind Viren, Bakterien und Pilze. Außerdem können Allergien, infektiöse Hauterkrankungen sowie Nebenwirkungen von Medikamenten verantwortlich sein. Eine nicht unbedeutende Rolle spielen darüber hinaus entzündliche, nicht infektiöse Erkrankungen wie Dermatitiden und Ekzeme, die auf innerlichen und äußerlichen Faktoren beruhen. In diesen Fällen spielen häufig bestimmte Gefäßentzündungen, Autoimmun- oder Systemerkrankungen eine tragende Rolle.

Handelt es sich bei den Auslösern um innere Prozesse – wie bakteriell oder viral verursachte Infektionen – zeigen sich die Symptome auf beiden Seiten. Treten die Veränderungen lediglich auf der Außenseite der Haut auf, sind auch von außen wirkende Erreger und Reize verantwortlich. Dies gilt zum Beispiel bei Pilzinfektionen und Kontaktekzemen. Es gibt aber auch immer wieder Ausnahmen und Überschneidungen.

Der psychische Zustand eines Menschen beeinflusst den Hautzustand ebenfalls. Starke seelische Belastungen, Trauerfälle oder Stress können Hautausschlag begünstigen oder verstärken. In der Fachwelt sind auch so genannte idiopathische Ausschläge bekannt, die ohne einen identifizierbaren Auslöser entstehen.

Übersicht über gängige Ursachen von Hautausschlag

Die folgenden Abschnitte beschreiben die gängigsten Ursachen von Hautausschlag.

1. Infektionserkrankungen

Infektionskrankheiten, die durch Viren oder Bakterien ausgelöst werden, bringen in vielen Fällen Hautausschlag mit sich.

Virusinfektionen bei Kindern

Typische Kinderkrankheiten, die auf einer Virusinfektion beruhen, sind Windpocken, Masern, Röteln sowie das so genannte Dreitagefieber. Sie lösen neben Fieber ganz spezifische und für den Mediziner eindeutige Hautausschläge aus. Auch die Hand-Fuß-Mund-Erkrankung betrifft überwiegend jüngere Kinder und wird von Coxsackie-Viren des Typs A hervorgerufen. Neben hohem Fieber sind vor allem Aphthen – milchig-gelbliche Gebilde auf Zahnfleisch und Mundschleimhaut – sowie Knötchen und Bläschen an den Händen und Füßen charakteristisch für diese Krankheit.

Virusinfektionen bei Erwachsenen

Eine typische und wiederkehrende Infektion bei Erwachsenen mit Hautausschlag wird durch Herpes-zoster-Viren ausgelöst. Die Folge sind schmerzende Hautpartien im Gesicht, am Ohr sowie im Bereich von Brust und Rücken (Gürtelrose). Herpes-simplex-Viren sind verantwortlich für die bekannten Fieberbläschen an Mund und Lippen, die bei manchen Menschen trotz Infektion gar nicht, bei anderen jedoch ebenfalls immer wieder aufblühen. Aus dem gleichen Umfeld stammen Herpes-genitalis-Viren, die einen juckenden Hautausschlag in der Genitalregion mit Rötungen und Bläschen hervorrufen.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch Epstein-Barr-Viren verursacht und äußert sich in Rötungen und Quaddeln bei gleichzeitigem Juckreiz. Zum Teil spielt hier auch eine parallel verlaufende Antibiotika-Therapie eine Rolle.

Eine Leberentzündung auf Grund von Viren – die so genannte Viren-Hepatitis – kann Hautausschlag auslösen, der allerdings schnell vorbei geht. Dieser tritt neben grippeverwandten Symptomen, Gelbsuchterscheinungen, Druckschmerzen auf der rechten Oberbauchseite, Übelkeit und anderen Beschwerden wie Gelenkschmerzen auf. Bei einer chronischen Hepatitis kommt es manchmal zu Ausschlägen an den Handflächen und Fußsohlen, begleitet von starkem Juckreiz.

Bakteriell verursachte Infektionen

Zu den durch Bakterien ausgelösten Infektionen, die Hautausschlag nach sich ziehen, gehören vor allem Scharlach bei Kindern, Syphilis im zweiten Stadium sowie die Lyme-Borreliose. Bei der Borrelien-Infektion durch einen Zeckenbiss zeigt sich der Ausschlag als eine charakteristisch ringförmige Rötung, die sich rund um die kleine Bisswunde ausbreitet..

Andere Infektionserkrankungen

Nicht nur in Europa “heimische” Erreger können Hautausschlag auslösen. Auch Tropenkrankheiten wie das Dengue-Fieber kommen oft mit Exanthemen einher, obwohl hier Symptome ähnlich der Grippe überwiegen. Dazu zählen hohes Fieber sowie stark ausgeprägte Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Grundsätzlich gilt, dass immer ein Arzt aufgesucht werden sollte, wenn nach einer Reise Symptome einer Erkrankung auftreten. Der Arzt ist zudem über einen zurückliegenden Aufenthalt im Ausland zu informieren. Das kann ihn bei seiner Diagnose unterstützen.

2. Nebenwirkungen von Medikamenten

Medikamente sind eigentich dafür gedacht, den Menschen bei Heilungsprozessen zu helfen. Manche Mittel zählen aber neben Infektionen leider zu den Hauptursachen von Hautausschlag. Auch in diesen Fällen kommt es zu sehr unterschiedlichen Erscheinungsbildern wie Knötchen, Pusteln, Flecken oder mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Der für Exantheme häufig typische Juckreiz kann ebenfalls auftreten.

Handelt es sich bei den Nebenwirkungen nicht um eine Überempfindlichkeit oder eine Allergie, bricht der Hautausschlag oft spät aus. Dies kann ein oder zwei Wochen nach der ersten Einnahme oder sogar erst nach Beendigung der Therapie sein. Exantheme entstehen teilweise auch dann, wenn gleichzeitig eine Virusinfektion vorliegt und Medikamente wie das Schmerzmittel Acetylsalicylsäure eingenommen werden. In solchen Fällen ist es oft schwierig, die Ursache eindeutig zu bestimmen. Es sollte hierbei auch berücksichtigt werden, dass gerade ältere Menschen sensibler auf Arzneimittel reagieren als jüngere.

Die folgende Übersicht nennt Medikamente, die besonders oft für Reaktionen mit Hautausschlag sorgen:

– Antibiotika (Penicillin, Sulfonamid u.a.)
– Präparate mit Kortison
– Krebsmedikamente
– Diabetesmittel (etwa Glinide)
– Gerinnungshemmer
– Antirheumatika (zum Beispiel Acetylsalicylsäure)
– Goldsalze als Rheumatherapie
– Gichtmedikamente
– Antiepileptika
– Wasser ausschwemmende Arzneien (so genannte Diuretika)

Das Problem Hautausschlag kann auch durch pflanzliche Präparate verursacht werden. So führt Mönchspfeffer in manchen Fällen zu juckenden Exanthemen. Koriander- und Kümmelöl rufen bei einigen Menschen allergische Reaktionen der Haut hervor. Werden Präparate mit dem bekannten Johanniskraut eingenommen, sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, denn es können dadurch sonnenbrandähnliche Symptome auftreten.

Achtung! Treten unmittelbar nach der Einnahme eines Medikaments Hautveränderungen wie Bläschenbildung oder Rötungen auf, ist unverzüglich ein Arzt oder sogar der Rettungsdienst zu benachrichtigen. Dies gilt erst recht, wenn noch Fieber, Schwellungen, Atemnot und weitere ungewöhnliche Symptome hinzukommen. Solche heftigen Reaktionen können unter Umständen lebensbedrohlich sein. Wenn sich erst nach einigen Tagen ein Hautausschlag bemerkbar macht, empfiehlt sich ebenfalls ein Arztbesuch. Von einer eigenmächtigen Absetzung des Medikaments oder einer Veränderung der Dosis sollte jedoch abgesehen werden.

3. Hautausschlag durch Allergien, Unverträglichkeiten und Schadstoffe

Als Allergene bezeichnet man bestimmte Stoffe, die eigentlich harmlos sind, bei manchen Menschen aber Abwehrreaktionen hervorrufen. Solche Allergien zeigen sich häufig in Form von Hautausschlag, begleitet von weiteren Symptomen wie Juckreiz, Husten und Schnupfen. Allergene wirken entweder direkt von außen auf die Haut ein oder über die Schleimhäute der Atmungs- und Verdauungswege. Hierüber gelangen sie beispielsweise als Bestandteile der Nahrung oder als Luftpartikel in den menschlichen Körper.

Kontaktekzeme und weitere entzündliche Reaktionen

Entzündliche Hautreaktionen sind häufig ein Zeichen dafür, dass die Haut sich gegen schädliche und aggressive Stoffe wehren muss. Kommt sie mit ihnen in Berührung, bilden sich so genannte Kontaktekzeme. Sie können allergisch bedingt sein, allerdings nicht zwingend. Ein allergischer Hautausschlag kann auch durch Stoffe hervorgerufen werden, die vom Körper aufgenommen werden und von innen wirken.

Ekzeme, die nicht auf einer Allergie beruhen, zeigen ein Spektrum von gereizter (irritativer) bis hin zu toxischer, also stärker geschädigter Haut. Als Auslöser kommen zahlreiche Substanzen in Frage, darunter auch Toxine, also Schad- und Giftstoffe. Früher bestehende Hauterkrankungen können ebenfalls die Bildung von Kontaktekzemen begünstigen.

Konkrete Beispiele sind etwa scharfe Reinigungsmittel, Latexhandschuhe oder bestimmte Pflanzen. Ein häufiger Umgang mit diesen führt bei manchen Menschen zu gerötetem, juckendem Hautausschlag vorwiegend an den Händen. Es können aber auch andere Hautpartien betroffen sein. Bei heftigen Reaktionen bilden sich manchmal Bläschen, die besonders stark jucken und auch aufplatzen können. Dann bilden sich oft schuppige Oberflächen und die Haut verkrustet eventuell.

Bleibt der Kontakt mit den Auslösern aus, erholt sich die Haut in der Regel wieder vollständig. Umgekehrt kann ein Kontaktekzem chronisch werden. Dies passiert meist, wenn die Haut den Schadstoffen über längere Zeiträume ausgesetzt ist und keine Zeit zum Ausheilen bekommt. Die betroffenen Stellen weiten sich aus und fangen an zu schuppen. Die Haut dort fühlt sich sehr trocken an, verhärtet und bildet Fruchen und Falten aus.

Sonnenlicht

Sonnenlicht kann allergische Reaktionen bei Menschen hervorrufen, die überempfindlich gegen bestimmte Cremes oder Parfums sind. Sie äußern sich in Form von Hitzepickeln, aber auch stärkeren Ausschlägen mit geröteter Haut, Bläschen und Knötchen. Bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten müssen sich manche Personen vor Sonneneinstrahlung schützen, da ein Zusammentreffen der beiden Faktoren photoallergische Reaktionen verursachen kann. Ein gewöhnlicher Sonnenbrand ist übrigens auch ein Exanthem und fällt unter die Kategorie Hautausschlag.

Eine wichtige Anmerkung

In vielen Fällen entwickelt sich ein allergischer Hautausschlag als Nesselsucht (medizinisch Urtikaria). Symptome dafür sind juckende, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen und Quaddeln. Manchmal kommen auch größere Schwellungen an den Händen und Füßen, im Gesicht oder den Genitalien hinzu. Diese Erscheinungen nennt man in der Fachsprache Angioödeme. Treten sie im Mund-Rachen-Bereich auf und behindern die Atmung, können sie lebensbedrohlich werden.

Vorsicht bei Schockreaktionen

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass manche Menschen auf bestimmte Allergene besonders heftig reagieren. Dies gilt zum Beispiel für die Insektengifte von Bienen und Wespen, die zu einem so genannten anaphylaktischen Schock führen können. In solch einem Fall besteht Lebensgefahr!

Anzeichen für eine Schockreaktion sind stark juckende, brennende Quaddeln an den Handflächen, Fußsohlen und anderen Körperstellen. Darauf können Atemnot, Erbrechen und Durchfall, Herzrasen, Blutdruckabfall und eine Bewusstseinstrübung folgen.

Liegen diese Symptome für einen Schock vor, ist umgehend ein Rettungsdienst anzufordern. Bei einem Insektenstich, beispielsweise von einer Biene, muss der Stachel sofort entfernt werden. Betroffene Personen sollten sich anschließend einem ausführlichen Allergietest bzw. einer speziellen Immuntherapie unterziehen. Mit einer Hyposensibilisierung lässt sich erneuten Schockreaktionen vorbeugen. Ärzte empfehlen diesen Patienten, ständig ein Notfallset mit Kortison und einem Antihistaminikum bei sich zu tragen.

4. Hauterkrankungen als Ursache für Ausschläge

Die überwiegende Zahl an Hauterkrankungen zieht typische Veränderungen des Organs nach sich. Meist sind sie auf bestimmte Körperpartien begrenzt, entsprechen aber nicht unbedingt dem medizinischen Bild von Hautausschlag. Dies gilt etwa bei Hauttumoren oder Warzen. Ausnahmen sind der Paget-Tumor oder das Kaposi-Sarkom bei den Tumoren sowie Dellwarzen.

Ebenfalls nicht zu den Exanthemen gehören:
– Pigmentstörungen wie Altersflecken oder Vitiligo
– Gefäßstörungen oder Bluterkrankungen, die sich durch Hautblutungen äußern (Petechien bzw. Purpura-Erkrankungen)

Bei einigen Gefäßentzündungen wie der Purpura pigmentosa progressiva oder der Purpura Schönlein-Henoch treten jedoch ausschlagähnliche Erscheinungen auf.

Allgemein lässt sich sagen, dass nur einige Hautkrankheiten eine typischen Hautausschlag hervorrufen. In der Regel tritt dieser sehr plötzlich an der Oberfläche auf, verteilt sich dann beidseitig und breitet sich vom Ausgangspunkt weiter aus. Exantheme dieser Art verändern sich nicht selten auf unterschiedliche Weise.

Die wichtigsten Hautkrankheiten, die sich auch als Hautausschlag äußern, seien hier kurz vorgestellt.

Neurodermitis

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung mit Hautausschlag an verschiedenen Körperteilen. Sie betrifft vor allem Kinder ab dem Säuglingsalter, seltener auch Erwachsene. Eine ausführliche Beschreibung dieser Hautkrankheit, ihren Ursachen und Symptomen, ihrer Diagnose und Therapiemöglichkeiten bietet der spezielle Ratgeber hier auf der Webseite.

Psioriasis, Lichen und Flechten

Der medizinische Fachbegriff Psoriasis bezeichnet die Hauterkrankung Schuppenflechte. Diese zeigt sich in schubweise auftauchenden Veränderungen der Haut. Dabei entstehen rötlich entzündete, meist juckende Platten mit weißlich-silbrigen Schuppen auf der Oberfläche.

Unter die Kategorie Flechten (medizinisch Lichen) fallen verschiedene Krankheitsbilder. Eine davon ist Lichen ruber planus, die Knötchenflechte, eine seltene, aber chronische Erkrankung. Sie befällt Haut und Schleimhäute in größeren Flächen oder Gruppen und bildet rötliche, stark juckende Knoten, die manchmal weiß gestreift sind.

Zu den betroffenen Körperstellen gehören die Innenseiten der Handgelenke und Knöchel, die Unterschenkel, die Bereiche über dem Sitzbein sowie die äußeren Geschlechtsteile. Bei manchen Formen werden auch die Haare und Nägel in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache für die Knötchenflechte ist nicht geklärt, aber unter Umständen können Medikamente die Auslöser sein. Frauen leiden häufiger darunter als Männer.

Speziell bei Kindern findet sich die Eiterflechte (Impetigo). Sie wird durch Bakterien der Typen Streptokokken oder Staphylokkoken verursacht und ist ansteckend.

Pityriasis rosea, die Röschenflechte, ist eine entzündliche Erkrankung und befällt häufig Menschen in der mittleren Lebensphase. Sie tritt aus bisher ungeklärten Gründen akut auf, heilt aber in den meisten Fällen von selbst wieder ab. Zunächst bildet sich ein typischer Hautausschlag in Form einer geröteten, schuppenden Platte in der Körpermitte. Anschließend erscheint in Schüben ein juckendes Exanthem, das sich vom Rumpf über die Oberschenkel und Oberarme ausdehnen kann.

Eine weitere Hauterkrankung mit ungeklärtem Ursprung ist die seltene Pityriasis lichenoides. Sie bildet rote, schuppende Knötchen auf der Haut und kann sich als chronisch erweisen. Oft erscheint sie nach ausgestandenen Infektionen und stellt sich als harmlos heraus. Sie kann aber auch akut auftreten, mit einem heftigen Schub einsetzen und Fieber hervorrufen. Der Hautausschlag brennt in diesem Fall meist und kann teilweise schmerzende Geschwüre entwickeln.

Weitere Infektionen der Haut

Weitere Infektionen mit Hautausschlag können durch Pilze, Bakterien, Parasiten und Viren entstehen. Andere zeigen sich als Nesselsucht, Seborrhoisches Ekzem, Akne oder Hauttumore.

Pilze

Einige Varianten der so genannten Tinea (Tinea corporis, Tinea superficialis) können zu Entzündungen und Hautausschlag führen, zum Beispiel am Oberkörper und an den Armen. Die Erreger sind Fadenpilze.

Hefepilze (medizinisch Candida) führen nicht automatisch zu Erkrankungen. Bei gesunden Menschen besiedeln sie unter anderem den Mund, die äußeren Geschlechtsorgane sowie den Magen-Darm-Trakt. Ist allerdings das Immunsystem gestört, können sie sich auf der Haut und den Schleimhäuten vermehren und zu Hautausschlag und Entzündungen führen. Die Candida-Pilze sind auch verantwortlich für die Windeldermatitis bei Säuglingen. In der feucht-warmen und kaum luftdurchlässigen Umgebung einer Windel breiten sie sich schnell aus und können die Haut reizen.

Pilzinfektionen entstehen häufig in Hautfalten, in denen sich Feuchtigkeit bildet, so auch bei übergewichtigen Erwachsenen. Hautausschlag auf Grund von Hefepilzen zeigt sich in etwa in schuppenden, farblich veränderten Flecken, die sich wie bei der Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) gleichmäßig ausbreiten.

Bakterien

Bakterien vom Typ Streptokokken dringen über Verletzungen in das Hautgewebe ein. Dort sind sie in der Lage, Entzündungen mit einem roten, geschwollenen Hautausschlag auszulösen. Diese Symptome der Wundrose (Erysipel) zeigen sich im Gesicht, an den Beinen und an den Füßen. Hinzu kommen oft noch Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Eine Wundrose muss umgehend behandelt werden, denn sie kann Komplikationen wie eine Blutvergiftung oder eine akute Venenentzündung hervorrufen.

Parasiten

Auch durch Parasiten entsteht Hautausschlag. Die Krätze (medizinisch Skabies) zum Beispiel wird durch Milben verursacht, die sich unter der Haut festsetzen und für extrem stark juckende und allergische Exantheme sorgen. Weitere Parasiten wie die Kopf-, Filz- und Kleiderläuse erzeugen ausschlagähnliche Flecken in den Bereichen der Brust-, Achsel- und Schamhaare bei gleichzeitigem Juckreiz.

Viren

Dellwarzen (Mollusca contagiosa) entstehen auf Grund von Viren. Diese ansteckende Erkrankung tritt besonders häufig in tropischen Regionen auf und führt zu teils entzündlichen Wucherungen, die sich schlagartig ausbreiten können. Befallen werden vor allem das Gesicht, die Augenlider, Hals, Achseln, Oberkörper sowie der Genitalbereich.

Nesselsucht

Für den Ausbruch einer Nesselsucht (Urtikaria) können bestimmte Reize wie Wärme, Kälte, Druck, aber auch Stressfaktoren und allergische Reaktionen eine Rolle spielen. Es bildet sich dann ein Hautausschlag mit stark juckenden Quaddeln aus, manchmal begleitet von Schwellungen (Angioödeme).

Seborrhoisches Ekzem

Bei dieser Erkrankung entstehen rötliche Flecken an den Haaransätzen und im Gesicht mit gelblichen, fettigen Schuppen. Betroffen sind vor allem Männer und Säuglinge. Vom Kopf und Gesicht kann sich der Hautausschlag weiter ausbreiten. Die Ursache ist bisher unbekannt. Es deutet aber einiges darauf hin, dass eine Überfunktion der Talgdrüsen und andere Faktoren dafür verantwortlich sind. Details zum seborrhoischen Ekzem finden Sie hier.

Akne

Akne gilt als die häufigste Hautkrankheit. In ihren schweren Formen kann sie sich schlagartig ausbreiten. Die typischen Pickel, Knötchen und eitergefüllten Pustel erscheinen hauptsächlich im Gesicht. Sie können aber auch auf Rücken und Brust, an den Schultern und Oberarmen sowie an anderen Körperpartien auftauchen.

Hauttumore

Hauttumore vom Typ Melanom und Basaliom äußern sich meist durch lokal begrenzte Hautveränderungen. In Ausnahmefällen bilden auch Tumore wie Kaposi-Sarkom und der Paget-Tumor Hautausschlag. Er äußert sich charakteristisch in zungenförmigen Flächen und Platten in der Genital- und Anusregion sowie in den Achselhöhlen. Mitunter kommt es dabei zu Schmerzen und stärkerem Juckreiz.

5. Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen der Haut

Bei Autoimmunerkrankungen der Haut erfolgt eine Abwehrreaktion des Körpers auf die eigenen Hautzellen. Bei einem Pemphigoid und anderen Pemphigus-Erkrankungen zum Beispiel bilden sich Blasen, Krusten und andere Gewebeschäden. Diese zeigen sich auf Grund entzündlicher Vorgänge auf der Hautoberfläche.

Pemphigoide können in seltenen Fällen während der Schwangerschaft auftreten. Häufiger entstehen sie aber bei Menschen höheren Alters, etwa in Kombination mit anderen Autoimmunerkrankungen oder bei psychischen und neurologischen Störungen. Typisch für den Hautausschlag sind dabei rote Knötchen, gefolgt von juckenden, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Sie erscheinen meist am Hals und unter den Achseln, an den Oberarmen und Oberschenkeln sowie in der Nabelregion.

Die häufigste Krankheit aus dieser Gruppe ist Pemphigus vulgaris. Hier befällt der Hautausschlag vor allem die Schleimhaut im Mund. Es können aber auch Blasen und Schäden der Haut am ganzen Körper auftreten.

Die Dermatitis herpetiformis fällt ebenfalls in diese Gruppe und entsteht eventuell im Zusammenhang mit anderen Autoimmunerkrankungen wie der Zöliakie.

Kollagenosen und andere Systemerkrankungen

Kollagenosen sind Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes. Ihre Symptome erfassen vor allem die Haut, aber auch andere Organe samt ihren Gefäßen. Beim Lupus erythematodes zum Beispiel zeigt sich ein schmetterlingsförmiger, roter Hautausschlag im Gesicht, begleitet von schuppigen Flächen an Händen und anderen Körperteilen.

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Systemerkrankung. Sie äußert sich in roten, schmerzhaften Gewebeknötchen in der Haut, etwa an den Beinen, und in weiteren Organen.

Die Behçet-Erkrankung ist ebenfalls eine Systemerkrankung. Ihre Ursache ist bis heute unbekannt. Dabei entwickeln sich über den ganzen Körper verteilte Gefäßentzündungen, Pusteln und andere Veränderungen der Haut. Hauptsächlich erscheinen Letztere als Aphthen im Mund, manchmal auch an den Genitalien. Als Begleiterscheinungen treten häufig Fieber, Muskelschmerzen, entzündliche Schwellungen an den Gelenken und Müdigkeit auf.

Der Hautausschlag beim so genannten Sweet-Syndrom ist gekennzeichnet durch Knoten und Verdickungen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie erscheinen an den Innenseiten der Arme und Beine, im Gesicht, am Hals und im Nacken. Hinzu kommen Gelenkschmerzen und Fieber. Auch rheumatoide Arthritis, eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit und Krebstypen wie Lymphome und Leukämien gehören zu den Beschwerden. Die Ursache des Sweet-Syndroms, von dem vor allem Frauen betroffen sind, ist noch unbekannt.

Gefäßentzündungen

Bei Gefäßentzündungen spielen ebenfalls autoimmunologische Prozesse eine Rolle. Dazu zählt etwa die Purpura Schoenlein-Henoch. Sie tritt hauptsächlich bei kleinen Kindern auf und ist mit einem charakteristischen Hautausschlag verbunden. Dieser äußert sich in Hauteinblutungen, die sich von den Beinen herauf bis über das Gesäß ausweiten können. Hinzu kommen Gelenkbeschwerden und andere Symtome.

Die Purpura pigmentosa progressiva äußert sich auch in einem Hautausschlag mit Einblutungen. Als Auslöser kommen Entzündungen und andere Störungen der Gefäße in Betracht. Die eigentliche Ursache ist unbekannt. Man geht aber davon aus, dass verspätete allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Medikamente verantwortlich sein können. Die Ausschläge beginnen an den Beinen und können sich von dort über das Gesäß bis zum Oberkörper und den Armen ausbreiten. Sie äußern sich in schuppenden und juckenden Hautpartien.

Das Kawasaki-Syndrom ist eine seltene Gefäßentzündung, die in der Regel bei Kindern unter fünf Jahren auftritt. Erste Anzeichen sind ein hohes Fieber, Rötungen in der Mundregion und Bindehautentzündungen. Schließlich kommt es zu Hautausschlag mit Rötungen an den Handflächen und Fußsohlen. An den Fingern beginnt die Haut zu schuppen, und die Lymphknoten schwellen deutlich an.

Ein Hautausschlag kann schließlich auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn entstehen. Hier kommen autoimmunologische Vorgänge und weitere Faktoren zum Tragen, die zudem Bauchschmerzen und Durchfall hervorrufen.

6. Hautausschlag auf Grund erblicher Veranlagung

Reiter-Krankheit

Zu den erblich bedingten Erkrankungen, die sich unter anderem in Hautausschlag äußern, gehört die Reiter-Krankheit, auch als reaktive Arthritis bezeichnet. Sie entwickelt sich zum Beispiel nach Magen-Darm-Infektionen oder durch Chlamydien verursachte Infektionen an den Geschlechtsorganen und Harnwegen.

Die Reiter-Krankheit führt zu Entzündungen an den Knie- und Fußgelenken, im Harnleiter und an den Augen. Der begleitende Hautausschlag erscheint auf der Mundschleimhaut, an Handflächen und Fußsohlen, kann aber auch am ganzen Körper erscheinen. Bei Männern sind oft noch die Geschlechtsorgane betroffen.

Familiäres Mittelmeerfieber

Das Familiäre Mittelmeerfieber zählt zu den Fiebererkrankungen, die nicht durch Erreger, sondern durch eine erbliche Veranlagung hervorgerufen werden. Hierbei wird das Immunsystem durch bestimmte Veränderungen an den Genen immer wieder eigenständig aktiv. Die Krankheitsschübe werden in der Regel von einem Hautausschlag begleitet.

Porphyrien

Bei Porphyrien handelt es sich um seltene, in der Regel angeborene Erkrankungen des Stoffwechsels. Sie können aber auch im Zusammenhang zum Beispiel mit einer Hepatitis C auftreten. Menschen, die an bestimmten Formen leiden, sind extrem lichtempfindlich. Bei der Porphyria cutanea tarda entstehen rötliche, juckende Partien, Blasen und Geschwüre auf der Haut. Dies gilt vor allem für Hände, Arme und Gesicht, die dem Licht besonders ausgesetzt sind. Im weiteren Verlauf der Krankheit verhärtet die Haut und strafft sich in den betroffenen Regionen.

Hautausschlag – Diagnose

Die Diagnose bei Hautausschlag erfolgt in der Regel in mehreren Schritten. Zunächst beschafft sich der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten (der so genannten Anamnese) Informationen zu seiner bisherigen Krankengeschichte.

Bezogen auf den Ausschlag ist es für den Arzt wichtig, Antworten auf folgende Fragen zu bekommen. Die Infos sind auch nützlich bei einer Online-Überprüfung auf https://online-hautarzt.net/:

– Wann und wo ist er zum ersten Mal aufgetreten?
– Wie hat er anfangs ausgesehen?
– Hat sich der Ausschlag ausgebreitet und verändert?
– Zeigt er sich schubweise, etwa unter bestimmten Umgebungseinflüssen wie Hitze oder Kälte?
– Führt der Ausschlag zu Juckreiz?
– Hatte der Patient schon häufiger Probleme mit der Haut?
– Hat der Partner, ein Familienmitglied oder sonst eine nahestehende Person ebenfalls Ausschlag?
– Welchen Beruf hat der Patient und wie sehen seine Lebensumstände aus?
– Werden aktuell bestimmte Medikamente eingenommen?
– Wurde die Ernährung umgestellt?
– Trägt der Patient neue Kleidung?
– Benutzt er andere Pflegemittel und Hygieneartikel als gewöhnlich?

Nachdem der Arzt sich auf diese Weise einen ersten Eindruck verschafft hat, erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei werden vor allem der Hautausschlag und die Hautveränderungen begutachtet. Als Hilfsmittel können hierbei Holz- oder Kunststoffspatel zum Einsatz kommen. Mit streichenden Bewegungen des Spatels oder Druck prüft der Arzt die Haut auf ihre Reaktionen. Außerdem misst er die Größe der betroffenen Hautpartien. Bei Verdacht auf Pilzinfektionen nimmt der Arzt einen Abstrich des erkrankten Hautgewebes vor und lässt diesen von einem Labor überprüfen.

Wichtig ist bei der Diagnose eines Hautausschlags auch, dass es sich dabei nicht um einen Tumor handelt. Mit einem Auflichtmikroskop kann der Arzt die Hautveränderungen präziser kontrollieren. Reicht dies nicht, erfolgt häufig eine Untersuchung mit Ultraschall, etwa bei unklaren Schwellungen. Endgültige Gewissheit gibt eine Untersuchung von Gewebeproben.

Hautausschlag – Therapie

So vielfältig wie die Arten und Ursachen von Hautausschlag sind auch die entsprechenden Behandlungsmethoden. Liegt eine Infektion vor, richtet sich die Therapie nach dem Typ des Erregers. Bei einer bakteriellen Infektion wie Scharlach kann zum Beispiel ein Antibiotikum verordnet werden. Handelt es sich um eine Virus-Infektion bei Kindern, werden Antibiotika nur verschrieben, wenn zusätzliche Komplikationen durch Bakterien drohen.

Häufig geht es aber allein darum,die Symptome des Ausschlags zu lindern, etwa den meist begleitend auftretenden Juckreiz. Hier können Antihistaminika in Form von Salben oder Tabletten hilfreich sein.

So genannte Virustatika werden bei Erkrankungen wie der Gürtelrose verschrieben, die durch wieder auflebende Herpes-Erreger entsteht. Virustatika können die weitere Vermehrung der Viren verhindern.

Mittel gegen Pilze und Viren sowie Antibiotika stehen nicht nur zur Einnahme, sondern auch als Cremes und Salben zur Verfügung, die direkt auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden. Gleiches gilt für Kortison, dem wichtigsten Medikament gegen zahlreiche Allergien, Haut- und Autoimmunerkrankungen.

In der Regel verschreibt der Arzt den passenden Wirkstoff gezielt entweder zur äußeren oder inneren Anwendung. In manchen Fällen sind auch Medikamente erforderlich, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Sie kommen bei Autoimmunerkrankungen oder schweren Symptomen der Psioriasis zum Einsatz.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die lokale Therapie erkrankter Hautpartien im Vordergrund steht und deshalb Medikamente zur äußeren Anwendung vorherrschen. Dazu stehen neben Cremes und Salben auch Tinkturen, Badezusätze und mit Wirkstoffen versetztes Verbandmaterial zur Verfügung. Letzteres kann Substanzen wie Teer, Jod, Schwefel oder Harnstoff enthalten. Hilfreich sind auch Immunmodulatoren in Salbenform. Sie beeinflussen das Immunsystem positiv bei entzündlichen Erkrankungen wie der Neurodermitis.

Manche Hautkrankheiten und ihre typischen Ausschläge lassen sich sehr gut mit Lichttherapien behandeln. Die UV-Strahlung hilft zum Beispiel bei Psioriasis, Neurodermitis, Pityriasis lichenoides, Sklerodermie und Lichen ruber.

Sofern möglich, bringen Aufenthalte in bestimmten Klimazonen wie dem Hochgebirge oder am Meer Linderung für Patienten mit Neurodermitis und Psioriasis.

Hautausschlag – vorbeugende Maßnahmen für eine gesunde Haut

Vielen Krankheiten lässt sich durch geeignete Maßnahmen vorbeugen. Dies gilt auch für Hauterkrankungen und Hautausschlag. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann man die Haut vor negativen äußeren Einflüssen schützen.

– Der erste Schritt ist eine vernünftige Körperhygiene und Pflege der Haut. Die Betonung liegt auf “vernünftig”, denn eine übermäßige Hygiene kann genauso schädlich sein wie eine dauernde Vernachlässigung.

– Die Haut sollte niemals zu trocken werden.

– Zu häufige und intensive Sonneneinstrahlung ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Auch Solariumsbesuche können schaden.

– Die Haut sollte viel frische Luft zum Atmen bekommen.

– Dicht abgeschlossene Hautpartien in enger Kleidung und Schuhen werden durch Schweiß leicht feucht und wund, denn hier finden Erreger wie Pilze einen idealen Nährboden.

– Genau wie übermäßige Hitze ist auch klirrende Kälte zu meiden. Bei Frost sollte die Haut deshalb gut durch warme, angenehm tragbare Kleidung geschützt werden.

– Gegen aggressive Substanzen, Reiz- und Schadstoffe sollte Schutzkleidung getragen werden. Auch bestimmte Duft- und Zusatzstoffe in Pflegemitteln und Kosmetik können Hautausschlag hervorrufen.

Hauterkrankungen entstehen neben äußeren Einflüssen häufig durch Infektionen oder persönliche Veranlagung. Der beste Schutz gegen Erreger ist ein starkes Immunsystem. Dieses kann durch einen gesunden Lebensstil unterstützt werden. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und frische Luft tun dem Körper und damit der Haut gut. Da aber auch Stress sich ungünstig auf den Zustand der Haut auswirken kann, sollten zudem ausreichende und regelmäßige Entspannungsphasen eingehalten werden, um die Psyche und seelischen Abwehrkräfte zu stärken. Die Haut wird es danken.